Kleiner Herbst, nun bist du da.
Breitest schon die Flügel aus
bietest Schutz in kalter Nacht
hast für Träume Platz gemacht
Träume des Vergehens.

Kleiner Herbst, du bist so schön
wer sollte dich denn nicht verstehn
lässt ganz leise Blätter fallen
in den Farben von uns allen
hast ja Deine Freude.

Kleiner Herbst, o sage ihm
ich will mit dem Herbste ziehn
leg mein Herz in deine Hände
warte mit dir auf dein Ende
kann ja nur der Winter kommen!

Kleiner Herbst, fast schlaf ich schon
hast geweckt in mir den Ton
der die Stille noch durchbricht
zauberst längst vergangnes Licht
lass es doch vergehen.

Kleiner Herbst, ich trenn mich nicht
du bist meine Zuversicht
dunkle Nacht und Nebelmorgen
machen mir gar keine Sorgen
müssen ja bald fliehen.

Kleiner Herbst, am Wegesrand
wo ich einst die Scherben fand
da liegt nun das Glück begraben
alles kann man auch nicht haben
will doch viel vergehen.

Kleiner Herbst, ich sag es allen
Herbstzeit ist das große Fallen
in Natur und in der Seele
bedecke sie mit stiller Kehle
Worte sind zu viel.

Kleiner Herbst, nun will ich enden
dieses steht an deinen Wänden
dass die Klage weggeweht
und mein kleines Dankgebet
leg ich dir zu Füßen.

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