Wer

Was weißt du schon 
von meinen Tränen in den Jahren
wie sie alle Früchte tragen
und ihre seligen Kinderlein
bei mir sind im Sonnenschein…
Auch in dunkler schwerer Nacht
hat das Tor sich aufgemacht.
Wie in einer Stadt mit Tor
stehen sie nicht mehr davor.
Der Schließer wollte gnädig sein
er ließ sie in die Stadt hinein.
Und geh ich an des Turmes Rand
hoch oben; seh ich wie andere
im Flusse toben.
Doch dann wird er ruhig
die Strömung ganz schwach.
Es ist wohl die Stimmung
die Stimmung danach.
Ein kleines Vöglein
mit einem Zweiglein im Schnabel
zeigt mir, es gibt nicht nur
Kain und Abel.
Hoffnung entspringt 
aus diesem Spross
legt sich in meinen Tränenschoß
der Nahrung für das Zweiglein ist
so, dass alles gegeben ist
zu rechter Zeit
und am rechten Ort.
Da scheinen auf einmal
die Sorgen fort
und das Gefühl des 
friedlichen Seins
wird wieder meins.