Nähe

Ach nein… oder sollte ich
lieber sagen: Ach ja…
alles ist so nah, so unendlich nah.
Alles berührt meine Seele im Schmerz
alles berührt mein verwundetes Herz.
Ich kann die Welt nicht sehen wie sie ist.
Kein Stein bleibt auf dem anderen!
Je mehr ich schaue und empfinde
sehe ich die tiefsten Abgründe.
Es scheint nicht der Friede Einzug zu finden
in dieser Welt… und des Herzens Rinden.
Nichts steht eingraviert, nichts passiert
und… das Warten… es ist so lang
vielleicht reicht es noch bis zum Untergang!?
Natürlich kann ich es anders sagen
es ist ein Glück in diesen Tagen
was ich erfahre… wenn ich es recht deute!
Wunden schließen und aus der Erde
sprießen in so herrlichen Farben
Blüten und Blätter; überdecken die Narben.
Es ist diese frühlingsfrische Luft
mit dem schon sinnlichen Veilchenduft.
Und alles erhebt sich und wächst empor
als Spiel der Natur; denn die Zeitenuhr
schenkt ihre Momente aus Tag und Nacht
und allem was uns zugedacht.
Es liegt ja nur an mir, was ich daraus mache
ob ich nun weine oder lache.
Und nun, wer bin ich, frage ich mich wieder!
Frühlingswind, Sommerlieder, Herbstgestürm
kalte Winternacht; bin ich aus dem Schlafe
erwacht? Heute war der Traum so schön
also will ich ihn wiedersehn. Das Beste
daran war der Moment: ich wusste so gut
wer da wen erkennt.