Grandma

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Mein Kind

Soll ich dir mal eine Geschichte erzählen?
Ach, sie wäre so lang und endete nie…
Doch wissen solltest du, dass es sie gibt
in mir… und nur in mir.
Kennst du schon die Träume wenn man liebt?
Ich erzähle sie dir.
Es ist die Geschichte von Ewigkeit
und unvergänglich; einem einzigen Licht.

Es reicht aus, dich zu den Sternen zu führen.
Doch pass auf, nur darin allein
darfst du dich nicht verlieren.
Es ist zwar himmlisch… und gottgewollt
doch pass wieder auf, dass nicht der Donner grollt
wenn auf deinem Wege Steine liegen
du stolperst obwohl du fliegen wolltest
und dürftest, aber besser nicht solltest.
Mein Kind… das Leben soll dir alles geben
was dein kleines Herz begehrt.
Du bist mir so viel mehr an Wert
weil ich dich erkenne; du kleines Geschöpf!
Sei dankbar, dass du lieben kannst
denn dann fängt die Geschichte an
und sei es auch ein Märchen nur
welches du betrittst und mit deiner Spur
im Sande, vielleicht nur am Rande
die Welt erfährst… du hast dann
dein Leben auf gutem Grunde begonnen.
Hab Acht, sei genügsam, halt dich an mir fest
so lange du noch meinen Zuspruch brauchst
bis du selbst in die Tiefe tauchst.

 

Stil

Garten 019

Du bist klasse, du hast Stil
du hast so viel von Deiner Art
dass ich daraus viel zu viel
schöpfe.
Bin ich nun Schöpfer…
oder Schöpferin?
Nach welchem Sinn
steht mir der Sinn?
Ich schaue einfach zu dir hin.
Doch halt; ich will ja
mein Sein sein…
und trotz alledem
dich wie mich verstehn.
Ich glaube sogar
es ist mir wundervoll gelungen.
Nur… ach, was soll ich sagen…
diese Lasten muss ich tragen.

Glauben

labytag 441

Du liegst genauso wach wie ich
weil Nöte dich erreichen.
Du stellst genauso auch wie ich
für dich die besten Weichen.
Und wenn du auf die meinen schaust
erkennst du bestimmt deine.
Hab ich die etwa ausgetauscht
so komm nie ins Reine!
Ich tausch zurück und nehm was mein.
Doch kann es „mein“ denn geben?
Gedankenspiel mit Zuversicht…
Hängst du an deinem Leben?

Glauben

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Das glaubst du doch selber nicht
dass ich so denke, so werde, so bin.
Auch ich ziehe mit den Zeiten dahin.
Gerade dir ist das doch so bewusst!
Du; mein Gedankenspiel
voll lauter Lust. Vergisst du
auch was so oft gesprochen?
Träumst du einen hoffnungsvolleren
Traum unter einem Apfelbaum?
Reift dein Glück, lässt dich heimlich siegen?
Du wirst schon eine Antwort kriegen.
Meine Träume sind jedenfalls
wie eine Schlinge um meinen Hals
und wenn ich mich mal fallen lasse…
… dann liegen alle stumm mit mir
auf der Erde rum. Wie sollte ich sie dann
zu neuem Leben erwecken
und überhaupt warum?
Hab ich denn Lust vor lauter Frust?
Schreibe ich nicht lieber hier
Träume auf das Seidenblatt?
Wenn so meine Träume sind
wirst du sagen: liebes Kind
halte ein, lass dich bekehren
finde Bitten und Gebete
dass der Herrgott zu dir trete
sodass Er dich berührt.

WarteBeReich

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Ich stehe im Wartebereich
mein Zug kommt gleich.
Es ist nur noch ein Moment
der mich von der Verzweiflung trennt
und mich mitnimmt in das Reich
was gleich kommen wird
sei ich auch noch so verwirrt.
Er wird mich zu den Stätten bringen
an denen wir Lieder Singen.
Vielleicht macht er bei mir
ja gar keinen Halt? Ich warte…
kommt nun der Zug, sehe ich ihn
oder ist er entgleist?
Man hört ja so viel
über Terror und Gefahr!
Ach… lass es gut sein
ich werde im Mut sein
das alles zu ertragen
und will auch nicht fragen
ob hier EinHalt ist
oder ein Spalt ist
der mich verschlingt.
Denn was die Sehnsucht
so mit sich bringt
ich muss es und muss es ertragen.
Süchte sind schon schlimme Plagen!

Alpha

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Nicht noch einmal so viele Stunden!
Nicht noch einmal diese Qual!
Nicht noch einmal dieses Wissen!
Nicht noch einmal dieses Tal!
Nicht noch einmal all das Hoffen!
Nicht noch einmal dieses Sehnen!
Nicht noch einmal dieses Fühlen!
Ich will wirklich nichts mehr spielen!
Wenn das dann bedeuten soll
es ist das Ende an der Zeit
dann ist das Maß auch wirklich voll
ich hab genug von all dem Leid!
Neue Wege gibt es nicht
alle führen nur nach Rom
Schau nur hin, mein eigen Licht
erlischt in dem Gedankenstrom.
Quälend liegt auf mein Gemüt
das Pflänzchen was schon längst verblüht
ich kann das nicht vermeiden.
Wer wollte da nicht leiden!
Drum rat ich dir, machs nicht wie ich
dreh dich lieber mit dem Winde.
Das Leben ist ein Würfelspiel!
Wie sag ich es dem Kinde?!

O Gott

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Mehr will ich gar nicht sprechen:
Alles will sich an mir rächen!
Alles haftet; Schmutz und Staub
fühle ich auf meiner Haut.
Es wird auch kein Ende nehmen.
Du schaust einfach darüber weg.
Ist das Dein Zweck?
Am Rande der Finsternis
ist ein Raum. Die Zeit hat mich
hineingeführt. Vielleicht bin ich
auch dort geboren; auserkoren
Leid zu tragen… zumindest
in so manchen Jahren.
Ich scheine mich gewillt zu fügen
das wird an meiner Seele liegen
die kein Mensch verstehen kann.
Nur Du… ich höre Dir jetzt zu.