BruderHerz

Weisst du, Bruderherz, vielleicht hast du den Schmerz vergessen. Du hast ausreichend davon besessen. Doch mit der Zeit… im Wandel zum Greis -auch wenn man es nicht explizit spürt- wird alles wohl leis. Leiser als zu Beginn wo die Träume noch in den Himmel wuchsen.

Doch verstehen tun wir sie immer. Es vergeht kein Schimmer, er wird nicht abgelegt. Einsicht und Weisheit stehen im Gebet der kommenden Zeit. Mögen wir genug gereift sein für diesen Schein und nicht verzagen. Gottes Hand wird uns halten und tragen.

Es war

Es war Frühling; er ging vorbei. Der Sommer wollt kommen mit dem zweiten Hahnenschrei. Doch im gleichen Moment fing der Herbst sein Lied an zu singen. Es sollte klingen wie die Ernte von Feldern. Durch Wälder sollte ziehen sein Klang wie schallender Gesang.

Doch müde legte er sein Haupt in den Schatten, Schneeflocken fielen auf steinerne Matten; das Feuer gab keine Wärme mehr ab. Ein Grab aus gewebter Seide mit goldenem Geschmeide wartete auf das Tageswerk. Geduldig blickte vom Berge herab die auferstandene weisse Stadt. Sie wartete, sie sprach kein Wort; alle Menschen waren zum geheimen Ort ihrer Sehnsucht geflohen. 

Bruderherz

Nun, Bruderherz wo liegt dein Schmerz; oder solltest du ihn gar nicht haben? Ich weiß  noch nicht viel, geh nach Gefühl.  Heute ist wohl ein Entscheidungstag den ich in deinem Sinne mittrag. Du bist… du warst immer sehr gescheit, wusstest was du wolltest; nun ist es wieder so weit, du hast entschieden.⁸

Mögen Gottes Kräfte dich nicht verlassen, du nach dem was dein Recht ist fassen und auf Gedankenwolken schweben… denn ER wird dir all das geben was augenblicklich Sein Begehr. Nimm es, nimm es mit dir. Vor welcher Tür du jetzt auch stehst und welche Wege du nun gehst, erwarte sie.

Es soll ja gar kein Anschied sein. Du bist und bleibst auch nie allein. Ein kleiner Rückblick ist es nur, bleib du in deiner Seelenspur und folge Seinem Plan. Nimm an was dir geschenkt aus Liebe, vertraue und verzage nicht. Immer kommt von irgendwo ein dich wohl erhellend heilendes Licht.

Komm, großer Bruder, nimm deine kleine Schwester an die Hand. Wir wandern duch unser ureigenstes Wunderland und schauen worauf wir noch bauen können. Lass uns die Worte beim Namen nennen. Was zählt ist die Liebe die uns verbindet; so hat das vor Zeiten einmal ein ganz Weiser verkündet…

Wie oft?

Wie oft schrieb ich eigentlich  von Dämonen  die in mir wohnen? Nun, vielleicht ist meine Sprache manchmal nicht leicht zu übersetzen; sie liegt dann zwischen den Fetzen der Geborgenheit, will sich darunter verstecken, Ängste verschrecken. Doch so geht es nicht!

Wohin dann nur mit mir. Mein Einfall ist: zu dir. Warum immer wieder diese Wahl? Gibt es denn kein Himmelszeichen!? Bist du es, der meine Weichen stellt? Fragen an die gespaltene Welt… in mir. Sie führen immer einschließlich auch zu dir.

Es ist

Es ist wieder so weit. Ich suche Platz in deinem weiten Kleid. Zu viele hab ich anprobiert. Doch bei deinem ist nicht passiert  was ich nicht verstand; drum halt ich es wieder in meiner Hand.

Ich sollte mir selbst eins nähen. Den Unterschied würde ich leicht sehen. Doch es wäre vielleicht nur etwas kleiner; könnte ja sein. Der Schein ließe es so wirken. Meins wäre wohl bestickt; weiblicher eben, wie mein Leben.

Mit ihnen

Mit meinen Gedanken allein  in dieser  Wüste  aus  Stein schaue ich dir entgegen. Schenkst du mir nochmal diesen Segen der mich bindet? Findet statt am steinernen Rand die Segnung mit liebenden Verstand… oder verbirgt sich die  Zeit vor mir und ich steh zwischen den Steinen und warte hier

vergeben(d) s?

Ist mein Traum kein Traum mehr; längst Realität geworden? Der Lindenmorgen ist noch fern, Lindenduft spür ich so gern… er weht auch zum Rand an der Wüste zwischen den Steinen um sich mit ihnen zu vereinen. So fängt neues Leben an… nur durch Segen auf solchen Wegen.

Stunden vergehen

Die Stunden vergehen, ich schau in dein Herz. Hast du es gesehen… himmelwärts aufsteigen im Spiritsinn? Oh wie oft schaute ich zu Dir hin! Nun sehe ich, du schaust… was noch geht, sprichst dabei nichtmal ein Gebet. Deine ÜberZeugung ist dein Beweis. Immer schließt  sich für dich der Kreis; ganz nach deinem Sinn… und ich, ich schau einfach so zu dir hin.

Wer kann

Wer kann schon zurück, es geht nur nach vorn. Schwimmen im Strom ist nicht wirklich leicht wenn einen der Fels im Strom gleich erreicht. So ein riesiger Stein kann wirklich bedenklich sein.

Entweder du prallst auf und hast Wunden, vielleicht trotzdem einen Ausweg gefunden… oder du liegst später im Koma wie eine Oma am Tropf. Wer dich am Schopfe herausgezogen; du ahnst es schon, der Regenankerbogen.